Aktuelles

Klänge dunkler Schönheit

Hommage Klaus K. Hübler zum 3. Todestag

Mo, 11.10.2021                    AusSichtenModern, Tolstefanz (Wendland)
Mi, 13.10.2021                     Alte Feuerwache, Köln (Kooperation mit ON)
Mo, 18.10.2021                    Studio Neue Musik, Hochschule für Musik Würzburg (Mitschnitt / Stream)

Klaus K. Hübler und Franck Yeznikian (Photo: Claudine Jüptner)

Konzertprogramm

Nikolaus Brass                   Den Titel ausradiert…., Uraufführung (Violoncello-Solo)
Klaus K. Hübler                   Excerpt (1981, Flöte Solo)
Robert HP Platz                   Schreyahn Buch I – III (Flöte + Violoncello, 1989)
Klaus K. Hübler                   Sonetto… (Klavier Solo, 1986)
Ernst Helmuth Flammer   Kipuka, Uraufführung (Flöte Solo)
Klaus K. Hübler                   B.B.H. (Klavier Solo, 2005)
Franck Yeznikian                 Disjecta membra (e.i.a.e.s), Uraufführung (Flöte, Violoncello und Klavier)

Ausführende

Carin Levine, Flöte
Oren Shevlin, Violoncello
Kristi Becker, Klavier

Anlässlich des dritten Todestages des Komponisten Klaus K. Hübler wurden die Komponisten Nikolaus Brass, Helmuth Flammer und Franck Yeznikian beauftragt, in seinem Gedenken ein Werk für die Kammermusikbesetzung Flöte, Violoncello und Klavier zu schreiben. Das Programm lassen die Musiker*innen mit Werken aus Hüblers Schaffen korrespondieren. Werke dunkler Schönheit, deren Klang sich durchaus instabil, zerbrechlich und wie in einem Vergrößerungsglas ausbreitet. Eine behutsame Reise, die an die Spielweise der Instrumente eng angelegt ist und so zum ästhetischen und analytischen Ausgangspunkt, einem Markenzeichen von Hüblers Schaffen wurde.

Das Werk von Klaus K. Hübler (1956-2018) ist biographisch wie musikalisch bedingt zweigeteilt: in die Werke bis 1989 und jene ab 1995. Die sechsjährige Zäsur entstand durch eine lebensbedrohliche Krankheit, die den Komponisten zu langem Schweigen und danach zu einem kompletten künstlerischen Neuanfang mit anderen Mitteln zwang.

Vor allem die Kompositionen aus den Jahren 1981-89 verschafften Hübler einen Ruf, der ihn für Jüngere zum Vorbild machte: Kompositionen, die in einer gänzlich neuen Weise „für das Instrument“ geschrieben sind, indem die technisch exakte Definition dessen, was der Spieler tun soll sich unter der Betrachtung dessen verändert, was er sonst eigentlich tut. Die Spielweise der Instrumente wurde so zum ästhetischen und analytischen Ausgangspunkt von Hüblers Komponieren, der Klang dadurch instabil, zerbrechlich und wie in einem Vergrößerungsglas zu ganzen Werken dunkler Schönheit ausgebreitet.

Zu seinem 3. Todestag ist ein kleiner Überblick über zentrale Werke vor dem krankheitsbedingten Abbruch seines Komponierens geplant. Hinzu gesellt sich ein Beispiel seiner Musik aus der Zeit nach 1995 (Étude de Transition, 2008). Diese Werke korrespondieren mit neuen Stücken, die als Hommage an Klaus K. Hübler aktuell an Weggefährten Hüblers in Auftrag gegeben werden (Yeznikian, Brass, Flammer) bzw. erklingt ein Werk, das bereits 1989 als Hommage entstanden war (Platz).

Das Programm wird an drei Orten in Deutschland gespielt, zunächst findet die Uraufführung in der Konzertreihe „AusSichtenModern“ im Kammermusiksaal des Kulturhauses Tolstefanz statt, die Wiederholung in Köln ermöglicht einen Rundfunkmitschnitt. Abschließend erklingt die Hommage in der montäglichen Konzertreihe „Studio Neue Musik“ an der Hochschule für Musik Würzburg.

Klaus K. Hüblers engste Freunde und Weggefährten (Kristi Becker, Carin Levine, Franck Yeznikian, Nikolaus Brass, Helmuth Flammer und Robert HP Platz) haben sich nun entschlossen anlässlich des 3. Todestages gemeinsam mit Oren Shevlin Klaus K. Hübler als „Mensch und Werk“ in Erinnerung zu halten.

Darüber hinaus dient das Konzert dazu, das Werk Klaus K. Hüblers im kollektiven Gedächtnis der jungen Komponistengeneration zu erhalten, den kompositorisch reichen Ansatz an die junge Generation weiterreichen. Insofern ist die Aufführung an der Hochschule in Würzburg ein wichtiger Aspekt neben der Absicht, durch die Verbreitung neuester Musik auch im weniger besiedelten Raum einen kleineren, aber etablierten Ort der Konzertpflege konzeptionell einzubinden.

Mit freundlicher Unterstützung des

Euterpe Management